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Marktlage

Hardwarepreise steigen massiv – warum Reparieren jetzt doppelt lohnt

· Computerservice Viernheim

Wer 2026 über einen neuen Computer nachdenkt, erlebt eine unangenehme Überraschung: Arbeitsspeicher und SSDs sind dramatisch teurer geworden. Der Grund liegt nicht im Handel, sondern in den Rechenzentren dieser Welt.

Was passiert gerade am Speichermarkt?

Der weltweite Ausbau von KI-Rechenzentren verschlingt gewaltige Mengen an Speicher. Die Hersteller richten ihre Produktion auf hochpreisigen Server- und KI-Speicher aus – für klassischen PC-Arbeitsspeicher und Consumer-SSDs bleibt weniger Kapazität übrig. Das Ergebnis ist eine Knappheit, die sich durch alle Preissegmente zieht.

Die Zahlen sind deutlich: Marktforscher berichten für das erste Quartal 2026 von Preissteigerungen bei DRAM-Bausteinen um rund 90 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Für Endkunden verteuerte sich RAM um etwa 110 Prozent, SSDs sogar um rund 147 Prozent. Gartner rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit einem kombinierten Anstieg bei DRAM und SSD von etwa 130 Prozent.

Konkret heißt das: Ein 32-GB-DDR5-Speicherkit, das 2025 noch unter 100 Euro kostete, lag im Frühjahr 2026 teilweise bei über 450 Euro. Auch komplette PCs und Notebooks werden dadurch spürbar teurer.

Wie lange dauert das noch?

Die Prognosen fallen ungewöhnlich einheitlich aus – und leider nicht erfreulich. TrendForce erwartet den Preisgipfel frühestens gegen Ende 2026, gefolgt von einer Stabilisierung auf hohem Niveau statt eines echten Rückgangs. Die meisten Beobachter rechnen erst ab Ende 2027 mit spürbarer Entlastung, einzelne Schätzungen reichen bis 2028.

Kurz gesagt: Auf günstige Speicherpreise zu warten, ist derzeit keine gute Strategie.

Was bedeutet das für Sie ganz praktisch?

Für Privathaushalte in Viernheim und Umgebung ergeben sich daraus drei einfache Schlüsse:

  • Reparieren schlägt Neukauf – noch deutlicher als sonst. Wenn Ihr Rechner grundsätzlich in Ordnung ist, ist eine gezielte Reparatur derzeit fast immer die wirtschaftlichere Entscheidung.
  • Geplante Aufrüstungen eher vorziehen als aufschieben. Wer ohnehin über eine SSD oder mehr Arbeitsspeicher nachdenkt, sollte nicht auf sinkende Preise hoffen.
  • Nicht überdimensionieren. Für die allermeisten Anwender reichen 16 GB Arbeitsspeicher und eine SSD mit 500 GB bis 1 TB völlig aus. Größer heißt gerade jetzt vor allem: teurer.

Unsere Empfehlung: erst prüfen, dann kaufen

Bevor Sie mehrere hundert Euro für ein neues Gerät ausgeben, lohnt sich ein nüchterner Blick auf das vorhandene. Sehr oft ist nicht der ganze Computer zu langsam, sondern nur die alte Festplatte der Flaschenhals. Eine SSD-Aufrüstung kostet einen Bruchteil eines Neukaufs und macht das Gerät wieder spürbar schnell.

Genau das ist unser Grundsatz – heute mehr denn je: reparieren statt wegwerfen. Das schont Ihren Geldbeutel und die Umwelt. Wir schauen uns Ihr Gerät an und sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Aufrüstung lohnt oder ob doch ein neues Gerät sinnvoller ist.

Quellen
  • TrendForce & Gartner, Marktprognosen DRAM/NAND 2026
  • Bitkom- und IDC-Einschätzungen zur Preisentwicklung bei PCs 2026
  • Branchenberichte zur Speicherknappheit durch KI-Rechenzentren (Q1/Q2 2026)

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